Freitag, 5. Oktober 2007
Changdeokgung Palast
Am nächsten Morgen besuchten wir dann einen der fünf alten Paläste der Hauptstadt. Changdeokgung ist der wohl schönste dieser Paläste in Seoul und stammt aus der Zeit des frühen 15. Jahrhunderts. Zentrum der koreanischen Macht war er von 1618 bis 1896. Auch Chandeokgung befindet sich auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco und kann nur mit einer Besucherführung bestaunt werden.
Diese Brücke symbolisiert den Übergang in das Reich des Königs und markiert den Anfang der Palastanlagen.
Allein schon die Pracht der Dachverziehrung des Eingangstores zeigt die Schönheit dieser Anlage.

Dieses riesengroße Pagodengebäude beheimatet den Thron des Königs (unten). Beides ist wahrlich prachtvoll anzusehen.
Hier noch ein paar weitere Eindrücke von den schönen Häusern im Palast:



Der Höhepunkt des Palastbesuchs aber war der "Geheime Garten" - ein wunderschöner Wald mit einer Luft, die einen vergessen läßt, dass man mitten in einer Metropole ist. Hier liegt auch die königliche Bibliothek direkt an einem wunderschönen Teich.


Auch auf dem Weg nach Draußen passierten wir noch einige malerische Stellen:

Insgesamt kann man sagen, dass die Führung im Palast (übrigens in ausgezeichnetem Englisch) sehr interessant und wunderbar erholsam war. Da auch das Wetter hervorragend war, blieb uns nichts Anderes übrig als gute Laune zu haben.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Seoul bei Nacht
Nach einer längeren Busreise und einem kurzen ersten Trip mit der U-Bahn erreichten wir am Nachmittag unsere Unterkunft in Seoul. Am Abend machten wir uns gleich auf, die Stadt zu erkunden. Wie erwartet ist Seoul das pulsierende Leben und wir des Nachts durch unzählige Leuchtreklamen an den zahlreichen Hochhäusern erleuchtet. Hier ein paar erste Eindrücke...


Da ich schon viel von den spannenden Straßenmärkten der Großstadt gehört hatte, suchten wir noch am ersten Abend Dongdaemun, das große Osttor der Stadt, und den darum liegenden Markt auf. Alleine das hell erleuchtete Tor (ursprünglich erbaut 1396, aktueller Wiederaufbau von 1869) mit den stark befahrenen Straßen war den Besuch Wert.
Der Markt selber besticht durch ein spannendes und abwechslungsreiches Warenangebot und viele Möglichkeiten einen Snack zu sich zu nehmen. Aber auch neben den Straßenläden in den kleinen Gassen gibt es hier riesengroße Shopping Mals und auch eine unterirdische Einkaufsstraße. Im oberen Bild sieht man zahlreiche Ginsengwurzeln, die hier überall wegen ihrer Heilkraft feilgeboten werden. Ginsengtee, -bonbons, -schnaps und -essenzkapseln werden hier überall verkauft. Auch Pilze stehen überall in zahlreichen Körben zum Kauf bereit.
Hier noch ein weiteres Beispiel für die teilweise sehr lustigen Leuchtreklamen.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann noch diese Pagode mit einer alten Glocke aus dem Jahr 1468. Die Glocke wird jedes Jahr nur einmal an Neujahr geläutet, wenn sich hier Menschenmengen versammeln, um zu feiern.
Mittwoch, 3. Oktober 2007
Abend in Sokcho
Nach unserem wunderschönen Tag im Nationalpark stärkten wir uns in Sokcho dann noch einmal für die kommende Reise nach Seoul. Auf eine Empfehlung aus unserem Reiseführer (Lonely Planet Korea) testeten wir ein Restaurant mit einer unbeschreiblich guten Suppe mit gefüllten Teigtaschen (Mandu):
Wie man mir ansieht war dies eines der besten Gerichte, welches ich in Korea testen durfte. Wirklich ein Gedicht...
Auf dem Heimweg bewunderten wir noch kurz das "Samsung Motel", das Nachts als hellerleuchtetes Märchenschloss erstrahlt.
So endete unser letzter Abend vor der Reise zu unserer finalen Station in Korea: Seoul.
Seoraksan National Park
Seoraksan ist einer der schönsten Nationalparks der ganzen Halbinsel und verbindet wieder einmal eine wunderschöne Natur mit alten koreanischen Kunstwerken und Kulturstätten. Wenn man begeisterter Wanderer ist, kann man sich sicherlich mehrere Wochen auf den Wanderwegen des Parks ausleben. Leider hatten wir nur einen Tag hier und blieben so eher in den Gebieten in der Nähe von Sokcho.
Direkt am Eingangsbereich findet man eine riesige Buddhastatue, die den Gläubigen zum Gebet einlädt. Natürlich darf auch die Möglichkeit zur Spende nicht fehlen.


Auf dem Weg in den Park musste man dann diese Brücke überqueren, von der man einen wunderschönen Blick in das natürliche und unbegradigte Flussbett hat.

Wie schön die Natur ist, sieht man manchmal aber auch in den kleinsten Lebewesen, wie dieser Raupe.

Dieses Eingangstor führte in die erste abgetrennte Temepelanlage im Park. Dieser wunderschöne Anblick erwartete uns im Inneren:

In diesem Tempelgebäude fand gerade ein buddhistisches Äquivalent zu einem christlichen Gottesdienst statt.
Ich hoffe der Priester oder Mönch fühlte sich durch unsere neugierigen Blicke nicht belästigt.
Diese Wasser spendenden Schildkröten dienten zum Hände Waschen vor dem Betreten des Tempels.

Dann begaben wir uns auf einen Wanderweg zu den zwei Wasserfällen Yukdamp Pokpo und Biryong Pokpo. Belohnt für den 45minütigen Marsch wurden wir mit wunderschönen Ausblicken und frischer Luft für eine schöne Wanderung. Hier ein paar Fotos von den Wasserfällen:



Nachdem wir diesen kleinen Drachenkopf passiert hatten, präsentierte sich uns im weiteren Verlauf desWanderwegs eine bemerkenswerte und wunderschöne Berglandschaft mit felsigen Flussläufen und steilen Klippen.



Viele Koreaner verewigen sich hier mit ihren Namen im Stein. Die schönen Schriftzeichen sind nicht in Hangeul (der koreanischen Schrift), sondern in chinesischen Zeichen verfasst.


Leider ging unsere Zeit in Seoraksan viel zu schnell vorüber. Hier könnte ich mir wirklich noch einmal einen schönen langen und erholsamen Urlaub in der Zukunft vorstellen.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Reise von Gyeongju nach Sokcho
Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Sokcho, der letzten größeren Stadt im Nordosten vor der Grenze zu Nordkorea. Dort wollten wir uns einen der schönsten Nationalparks Koreas anschauen: Seoraksan.
Die Reise führte uns zunächst mit dem Zug nach Gangneung, und von dort weiter mit dem Bus nach Sokcho entlang der Ostküste des Landes. Viele schöne Landschaften und kleinere Orte konnten wir so vor allem vom Zug aus bewundern und uns zumindest ein wenig für die bevorstehenden Wanderungen in Seoraksan ausruhen.
Am Abend bezogen wir unsere Unterkunft in Sokcho. Die kleine Stadt liegt direkt an der Küste und wird Nachts auf besondere Arte erleuchtet. Der Strand von der Grenze bis Sokcho (und viele Kilometer weiter südlich) wird von Scheinwerfern taghell erleuchtet und ist durch Zäune abgesichert, um das Eindringen von Spionen aus dem Norden zu verhindern. Auch draußen auf dem Meer sieht man überall Scheinwerfer, die allerdings auf Fischerbooten dazu dienen, Tintenfische anzulocken.
Die Reise führte uns zunächst mit dem Zug nach Gangneung, und von dort weiter mit dem Bus nach Sokcho entlang der Ostküste des Landes. Viele schöne Landschaften und kleinere Orte konnten wir so vor allem vom Zug aus bewundern und uns zumindest ein wenig für die bevorstehenden Wanderungen in Seoraksan ausruhen.
Am Abend bezogen wir unsere Unterkunft in Sokcho. Die kleine Stadt liegt direkt an der Küste und wird Nachts auf besondere Arte erleuchtet. Der Strand von der Grenze bis Sokcho (und viele Kilometer weiter südlich) wird von Scheinwerfern taghell erleuchtet und ist durch Zäune abgesichert, um das Eindringen von Spionen aus dem Norden zu verhindern. Auch draußen auf dem Meer sieht man überall Scheinwerfer, die allerdings auf Fischerbooten dazu dienen, Tintenfische anzulocken.
Montag, 1. Oktober 2007
Gyeongju National Park - Namsan District
Nach der ganze Kultur wollten wir uns dann am Nachmittag noch ein wenig sportlich betätigen und begaben uns in den schönen Namsan-Distrikt des Gyeongju Nationalparks. Namsan ist ein kleiner Berg im Südosten der Stadt, der tolle Wanderwege und ebenfalls einige Kulturschätze zu bieten hat. Hier ein paar schöne Eindrücke und Bilder aus dem Nationalpark.



Der ganze Berg ist gespickt mit Hügelgräbern, die man ständig einzeln oder in kleineren Ansammlungen auf seinen Wanderungen entdeckt.

Diese schöne Libelle fanden wir aus einem kleinen Ast in der Nähe eines Hügelgrabs.
Wir verbrachten einige schöne und recht einsame Stunden auf dem Berg, in denen wir die freie Natur wirklich genießen konnten. Leider waren die Wanderwege nur recht spärlich markiert, und unsere kleine Karte enthielt auch bei weitem nicht alle Pfade, so dass wir zu fortschreitender Stunde teilweise doch etwas umherirrten. Als es dann auch noch schnell dunkel (und recht kalt) wurde, beeilten wir uns dann doch, schnell wieder in die Stadt zu laufen.
In unserer Unterkunft angekommen, machten wir uns dann schnell auf, die ganze verlorene Energie bei einem schönen koreanischen Abendessen für die kommende Reise wieder aufzufrischen. Nicht nur Sonja war erschöpft aber glücklich...
Abonnieren
Posts (Atom)